Sonntag, 24. August 2014

Pimp your camera! Fuji X-E1 in Blau!

Schon immer habe ich gerne an meinen Kameras rumgebastelt. Handgriffe mit und ohne elektrischem Anschluss, Lederhüllen in allen möglichen Ausführungen und Farben, sowie Schlaufen aus Textil und Leder waren gern gesehene Möglichkeiten die Kamera zu personalisieren. Ich gebe zu, meine Kameras suche ich auch nach haptischen Gesichtspunkten aus. Kommt dann noch eine persönliche Note hinzu, dann ist das Gebrauchen des Werkzeugs Kamera umso angenehmer.

So kommt es mir ganz recht als ich in einem amerikanischen Forum davon lese das ein Anbieter aus Asien Belederungen unterschiedlichster Farbgestaltung für meine Fuji X-E1 anbietet. Hinter dem Marktauftritt Aki asahi verbirgt sich die japanische Firma Anchor LLC, Geschäftsführer ist Rikuo Nakamura und man fertigt seit vier Jahren Austausch Belederungen für unzählige Kameramodelle.

 Das "Leder" ist sicherlich Kunststoff, aber das ist im Original von allen Herstellern ja genauso. Aus dem reichhaltigen Farbprogramm von Aki Asahi:

Link zur Auswahlseite

Farbmuster Für die Fuji X-E1 und 2:



suche mir den schönen Farbton "Navy Blue" aus. Zu Beige oder Ocher Lombard fehlt mir der Mut... :-)

Keine 14 Tage später ist das kleine Päckchen aus Japan eingetroffen und ich nutze die Gelegenheit und stürze mich während einer Aufnahme für unseren Podcast radioRAW in das Wagnis des "Kleiderwechsels".  Mein Freund Marcel Aulbach war so nett und dokumentierte den Vorgang mit seiner Ricoh GR:









Das Ganze geht erstaunlich einfach von Statten und dies ist das Ergebnis:









Ich finde das "neue Kleid" kann sich sehen lassen! ;-)

Ist wie vieles im Leben sicherlich Geschmacksache, aber mir gefällts.

Da der ganze Spass incl. Porto keine 20 Euro gekostet hat, empfehle ich den Anbieter gerne weiter.

Und vielleicht habe ich beim nächsten Mal auch mehr "Mut zur Farbe"...

Dienstag, 29. Juli 2014

Die Stuttgarter Stadtbibliothek am Mailänder Platz

Die Stuttgarter Stadtbibliothek am Mailänder Platz ist einer meiner Lieblingsplätze zum Fotografieren. Obwohl ich häufig ein distanziertes bis ratloses Verständnis für moderne Architektur habe, faszinierte sie mich vom ersten Besuch an. Für mich Laien ist sie eine perfekte Symbiose aus Nutzen und Schönheit. Ihre klare Linien und geometrischen Formen begeistern mich immer wieder.

So war es kein Wunder das ich das im letzten Blogbeitrag vorgestellte neue Samyang Weitwinkelobjektiv dort ausführlich nutzte. Auf Wunsch einiger Leser hier nun einige weitere Bilder vom Mittag letzter Woche in, und vor allem, ausserhalb der Bibliothek.












Ich darf sagen das dieses Bauwerk mich persönlich davon überzeugt hat das nicht alle modernen Betonhäuser, langweilig und kalt wirken müssen.

Ich darf das Art-Kunstmagazin zitieren:

"Einladend wird der Solitär mit seiner akademischen Strenge wohl nie wirken, im Inneren aber wartet Eun Young Yi mit einer bemerkenswerten Geste auf: Das Herzstück der Bibliothek bildet eine Art Kathedrale, ein kontemplativer und – natürlich – quadratischer Saal mit Lichtauge an der Decke. Kein Stuhl, nichts stört dieses gigantische Bekenntnis zur Leere und völligen Zweckfreiheit ... Im Inneren überzeugt Eun Young Yi durch atmosphärische Qualität, klare Ordnung und ein Minimum an Materialien. Alles ist in zartes Grau getaucht, nur die Buchrücken setzen Farbakzente."

Zur Kritik an dem Gebäude schreibt Die Zeit am 13.10.2010:

"Kritiker dagegen bezeichneten die Gestaltung als abweisend; in der öffentlichen Debatte wurde das Gebäude als Plattenbau und als Stammheim II bezeichnet, in polemischem Vergleich mit der Justizvollzugsanstalt Stuttgart. Der Architekt Eun Young Yi begegnet dem mit dem Hinweis, dass die Menschen heutzutage eher an transparente Architektur mit unruhiger Formenvielfalt gewöhnt seien, Massivität und Einfachheit seien zu Unrecht negativ besetzt."

Auf mich wirkt die Architektur auf jeden Fall in einer regelrecht beruhigenden, ja entspannenden Weise. Und ich finde das passt perfekt zu einer Bibliothek!

Sonntag, 27. Juli 2014

Samyang (aka Walimex/Rokinon) 12mm f2 NCS CS X Weitwinkelobjektiv

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, unterhalb meines 18mm Fuji Objektives, ein noch
weitwinkeligeres Objektiv zu kaufen.

Das Fujinon XF 14mm F2,8 R war mir mit 800 Euro allerdings genauso zu kostspielig, wie das ca. gleich teure Fujinon XF10-24mm F4.0 R Objektiv.

Nun bietet sich seit wenigen Monaten für ca. 350,-- Euro eine manuelle Alternative vom koreanischen Hersteller Samyang zum Kauf an.

Samyang ist dabei beileibe kein Billighersteller, sondern ein renommiertes Südkoreanisches Unternehmen. Die Samyang Optics Company Limited wurde 1972 in Seoul gegründet, und stellt Fotoobjektive und optische Linsen sowie Komponenten für Überwachungskameras und Elektroautos her. Der Firmensitz sowie die komplette Produktion liegen in der südkoreanischen Hafenstadt Masan.

Schon längere Zeit sind bei Spiegelreflex Fotografen die preiswerten und abbildungsstarken Samyang Objektive (wie das 85mm f1.4) bekannt und beliebt. Das angenehme Bokeh, sprich die Zeichnung von unscharfen Bildbereichen, wird immer wieder positiv hervorgehoben.
Gefertigt wird bei Samyang, unter anderem, für die Marken Walimex, Vivitar, Prakticar, Rokinon, Bower und Pro-Optic.

Das Samyang 12mm F2 NCS CS nun besitzt an APS-C Fuji Kameras eine kleinbildäquivalente Brennweite von rund 18mm. Die Blende wird über einen eigenen Blendenring am Objektiv eingestellt, fokussiert werden muss ebenso manuell. Die optische Konstruktion des Ultraweitwinkelobjektivs besteht aus zwölf Elementen in zehn Gruppen, zwei asphärische Linsen wurden in den Strahlengang integriert. Optische Filter lassen sich mit 67mm Durchmesser montieren, als Naheinstellgrenze beträgt 20cm. Abgeblendet werden kann das 12mm F2 NCS CS auf F22, die Blende besteht aus sechs Lamellen.

Das Objektiv ist für seine Brennweite und Lichtstärke erstaunlich kompakt und passt somit vom Äusseren perfekt zu kleineren spiegellosen Kameras.


Offen bei f2 bildet das Objektiv in der Mitte schon knackscharf ab. Hier ein 100% Crop:


Abgeblendet auf f4 sind alle vier Ecken scharf. Von Dezentrierung so nix zu sehen. CAs hat es offen einige, die sind aber im RAW Konverter gleich weggeputzt worden.

Erstaunlich das doch für ein Ultraweitwinkel recht angenehme Bokeh. Da scheinen die Firmengene zum tragen zu kommen:


Drinnen wie draussen ist es eine Freude das sehr gut verarbeitet Objektiv zu benutzen.


Für den aufgerufenen Preis ein klare Empfehlung für Fuji Fotografen die sparsam einkaufen müssen oder wollen.

Selbst für die Architekturfotografie ist es, mit geringen Abstrichen, zu gebrauchen. Sicherlich ist es nicht verzerrungsfrei. Welches Superweitwinkel Objektiv ist das schon?

Mit wenigen Korrekturen im Lightroom sind die Ergebnisse sehr gut.


Meiner persönlichen Meinung nach ein Spitzenobjektiv zum absoluten Schnäppchenpreis!

Montag, 16. Juni 2014

Oldtimer-Treffen Münster Classics 2014

Am 15.06.2014 fand nun schon zum sechsten Mal das Oldtimer Treffen Münster Classics statt:

http://www.muensterclassics.de

Veranstaltet vom Oldtimerfreunde Münster & Münsterland e.V. treffen sich dort einmal im Jahr eine Vielzahl von Fahrern und Freunden wunderbarer klassischer Fahrzeuge.

Da das Wetter sich von seiner besten Seite zeigt, machte ich mich auch auf dem Weg in die Speicherstadt. Leider verpasste ich die Rückkehr der Rundfahrt Teilnehmer. Plan war nämlich ursprünglich gewesen die eintreffenden Fahrzeuge mit "Mitziehern" auf die Speicherkarte zu bannen. 

So schaffte ich es nur einmal eines dieser herrlichen Fahrzeuge in Bewegung zu fotografieren.


Natürlich gab es jedoch genug Fahrzeuge die auch in Parkposition ein Foto wert waren.






Auf jeden Fall habe ich mir den Termin für die Münster Classics 2015 schon einmal im Kalender vorgemerkt: 13. und 14. Juni 2015.


Montag, 9. Juni 2014

Makro Fotografie im Kräutergarten der Firma Alb-Gold

In der letzten Woche nutze ich einen Termin in der Nähe von Trochtelfingen und besuchte die Firma Alb-Gold. Was interessiert uns sein Nudeleinkauf denken jetzt manche, aber es ging doch ums Fotografieren. Hat doch die Firma Alb-Gold neben ihrem Produktionsgelände einen öffentlich begehbaren Kräutergarten angelegt:



Normalerweise gibt es hier jede Menge wunderbarer Kräuterpflanzen abzulichten. Leider war nun, Anfang Juni, die aktuelle Blütezeit wohl gerade beendet. Zeigten doch viele Pflanzen nur ihr grünes Blätterkleid und kaum farbenfrohe Blüten.

Da nun gleichzeitig auch ein recht frischer Wind blies, war meine Ausbeute minimal.





Trotzdem zwei Finger hoch für diese Location. Wer auf der Schwäbischen Alb unterwegs ist, und Interesse an Makrofotografie hat, der sollte diesen Garten ruhig einmal besuchen:

http://www.alb-gold.com/de/kundenzentrum/kraeuter-welt


Sonntag, 1. Juni 2014

Für eine Handvoll Euros. Altglas vom Feinsten: Soligor 70-220 f3.5 Macro MC

Ein Zufall ergab das ich die Verkaufsanzeige eines lichtstarken Telezoom Soligor 70-220mm f3.5 mit Makrofunktion las. Da es in absolutem Topzustand, wie neu, bis auf das Bajonett ohne jegliche Gebrauchsspuren, angeboten wurde und der Preis von 40 Euro (!) nun wirklich sehr niedrig war, schlug ich zu.

Was dann ankam, begeistert mich wirklich. Die Linsen sind sauber und kratzfrei, der Zoom- und Fokusring (es ist ein Schiebezoom!) läuft butterweich und exakt.

Früher wurde ein gutes Objektiv noch im passenden Lederköcher geliefert.


Selbst der Frontdeckel ist aus Metall gefertigt.


Der Namenszusatz MC lässt vermuten das Tokina eine gewisse Form der Mehrfachvergütung, Multi Coating, aufgebracht hat.



Verbaut wurde hier ein Olympus OM Bajonett. Sehr praktisch, kann ich doch so den OM-FujiX Adapter meines Bokinas nutzen.



Es ist ein ziemlicher Trümmer mit ca. 1.2kg und 72mm Filterdurchmesser, sehr solide (gebaut von Tokina!) aber dank des integrierten Stativfußes kann man es mit einem Einbein locker händeln. 



Über die Historie des Objektivmodels finde ich wenig heraus. Das Baujahr soll wohl um 1980 sein, und es enthält wahrscheinlich 15 Linsen.

Entscheidend ist das mir die Bildqualität recht gut gefällt. Zumindest decke ich damit den , von mir, selten genutzten Brennweitenbereich oberhalb meines 90er Tokinas bis zu 220mm prima ab.





Immer wieder eine Freude zu sehen was für kleines Geld auf dem Gebrauchtmarkt der Objektive angeboten wird. Ein Hoch auf unsere flexiblen Systemkameras! :-)

Samstag, 31. Mai 2014

Uhren: Mido Commander II Gent.

Seit ca. 30 Jahren interessiere ich mich für schöne Armbanduhren. Schon in den 90ern bestellte ich eine kleine Titanuhr bei Herrn Sinn in Frankfurt. Damals gab es noch zeitweise schwarz-weiß Kopien wenn man Prospekte anfragte. :-)

Ein Kunde in meinem kleinen HiFi Laden war kurz drauf als Soldat im Irak und er sollte mir eine Omega Speedmaster mitbringen. Bedingt durch die Isolation nach dem ersten Irak Krieg gab es damals eine Menge Konzis in Bagdad die nur noch ausländische Soldaten als Kundengruppe fanden und deswegen teure Uhren zum Spottpreis abgaben. Die Speedmaster war neu nicht aufzutreiben und so erwarb besagter Kunde mir eine ordentlich gerockte auf dem Schwarzmarkt. Diese stellte sich als Modell aus dem Ende der 60er mit 321er Werk heraus. Nach einer gründlichen Überholung bei Omega habe ich die Speedie dann zehn Jahre getragen.

Es kam wie es kommen mußte, ich machte Blödsinn. Anstatt diese Uhr in Ehren zu halten verkaufte ich sie an einen Omega Jünger der nur etwas von Step-Dial, oder so ähnlich, nuschelte, für den für mich Laien hohen Preis von 950 Euro...  Heute weiß ich das diese Modelle zum doppelten Preis gehandelt werden. ;-)

Es folgten einige Quartz Uhren, unter anderem eine Omega Pre Bond 200m, sowie in den letzten Jahren auch wieder einige mechanische Uhren. Aber irgendwie fehlte mir immer etwas. Ich pendelte von Seiko Spork über Orient Dresser und Mako XL und Orient King Diver, versuchte Seiko SKA 371, Kronos Diver sowie einen Squale Diver, sowie eine Certina Action DS in Titan. Deep Blue schwamm auch noch mit, sowie eine Steinhart. Irgendwas war immer. Zum verrückt werden. Grundsätzliches Problem war immer das mir die Uhren entweder zu sportlich, oder zu Dressing waren! Da muss es doch was endgültiges geben was beide Looks vereint?!

Ich versuchte Ordnung in meine Gedanken zu bekommen und tatsächlich stellte sich ein "Pflichtenheft" als hilfreich heraus.

  • Automatik oder Quartz
  • Dreizeiger bevorzugt, kein Chronograph, max GMT
  • Mindestens 40mm Grösse, max 42mm
  • Keine durchgehenden arabischen Zahlen sondern lieber reine Stundenindexe
  • Keine Datumslupe
  • Kein Titan
  • Gute Nachtablesbarkeit
  • Kein Mercedes-Stundenzeiger
  • Weniger Tool, mehr Dress
  • Farbwunsch geht grundsätzlich Richtung Edelstahl mit schwarzem/grauen Blatt. 
  • Preis deutlich unter 1.000 Euro


Eine Quartz Uhr die meine Kriterien in meinem angedachten Preisrahmen entsprach fand ich nicht. 
Also wurde es doch wieder eine mechanische Uhr. Nach längerer Internet Recherche war sie gefunden:

Die Mido Commander II Gent in der Version mit grauem Blatt und Stahlband. 

Der Listenpreis von 750 Euro wurde von einem Online Händler mit 590 Euro klar unterboten und darum bestellte ich die Uhr bei Herrn Wortmann in Augsburg: wortmann-uhren.com


Die Daten der Uhr:
  • Automatikuhrwerk, Basis ETA 2836-2 mit 25 Steinen, 28.800 Halbschwingungen/h und mehr als 38 Stunden Gangreserve
  • Wasserdicht bis zu einem Druck von 5 bar (50 m)
  • Gehäuse aus hochwertiger, rostfreier Stahllegierung der Gattung 316L mit hoher Korrosionsbeständigkeit und ausgezeichneter Festigkeit
  • Stosssichere Konstruktion
  • Saphirglas
  • Rundes Zifferblatt mit anthrazitfarbenen Hintergrund
  • Anzeige von Stunde, Minute, Sekunde, Wochentag und Datum
  • Schwarz-silberne Indexe mit kleinen Leuchtpunkten und vollständige Minuterie
  • Stunden- und Mintenzeiger mit kleiner Leuchteinlage
  • Massives Gliederarmband aus satiniertem Edelstahl
  • Gehäusedurchmesser: 40 mm
  • Gehäusehöhe: 11.2 mm
  • Gewicht: 135 g

Ich sehe in der Mido Commander II eine sehr gelungene Symbiose aus dresstauglicher Uhr die auch zu Jeans und T-Shirt eine passende Begleitung ergibt. Auch die Vergangenheit der Commander Serie gefällt mir sehr und gibt mir das Gefühl ein Mitglied einer Klassiker Familie am Arm zu tragen.














Nach einer guten Woche des Tragens bin ich sehr zufrieden und hoffe das die Begeisterung diesmal etwas länger anhält. :-)